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Montag, 17. Oktober 2016

Auf den Spuren der Uraufführung der Oper "La Boheme" vor 120 Jahren

Die Oper "La Boheme" von Giaocomo Puccini wurde am 1. Februar 1896 im Teatro Regio in Turin unter der Leitung von Arturo Toscanini uraufgeführt. Nach den Berichten kam die Oper beim Publikum gut an, der Presse war sie zu karg und veristisch: Sie zeigte kleine Leute an ärmlichen Schauplätzen. Erst im gleichen Monat in Rom und dann im April in Palermo wurde die Oper zum richtig großen Erfolg und ist es seitdem geblieben.

Es gibt eine Serie von Ansichtskarten des italienischen Verlages Alterocca Terni, die angeblich die Sänger der Uraufführung von La Boheme in Szenenbildern der Oper zeigen, die mit Notenzitaten "verziert" sind und oft auch eine Unterschrift Puccinis aufweisen.Sie stammen von ca. 1900 oder eher und zeigen Szenen der Oper. Dreizehn Karten aus dieser Serie (Nr. 3267-3280) konnte ich nachweisen. Ob sie wirklich die Sänger der Uraufführung zeigen, bleibt teilweise Spekulation, es ist aber sehr wahrscheinlich.

Die auf den Karten gezeigten Rollen entsprechen Rudolfo, Marcello, Mimi und Musetta. Die entsprechenden Sänger waren:

Rudolfo: Evan Gorga
Mimi: Cesira Ferrani
Marcello: Tieste Wilmant
Musetta: Camilla Pasini

Weitere nicht auf den Karten vorkommende Rollen und ihre Sänger in der Uraufführung waren:

Schaunard: Antonio Pini-Corsi
Colline: Michele Mazzara
Benoit und Alcindoro: Alessandro Polonini
Ferner werden angegeben, vermutlich als Comprimarii, Dante Zucchi und Felice Foglia


Karte Nr. 3267 - 1. Bild  - Evan Gorga und Cesira Ferrani


Karte 3268 - 1. Bild - Evan Gorga und Cesira Ferrani





Eine andere Ausgabe der Karte 3268 mit Sepia-Ton


Gorga, Evan, Tenor, * 1866 Brocco bei Caserta, † 6.12.1958 Rom; eigentlich Evangelista Gorga; er war ein Schüler von Aristide Franceschetti und debütierte 1895 am Teatro Comunale von Cagliari als Wilhelm Meister in »Mignon« von A. Thomas. Er sang dort anschließend den des Grieux in Massenets »Manon« und den Amico Fritz in der gleichnamigen Oper von Mascagni und trat noch im gleichen Jahr 1895 am Teatro Costanzi in Rom als Arvino in Verdis »I Lombardi« auf. Der Name dieses Tenors besitzt eine besondere musikhistorische Bedeutung, weil er am 1.2.1896 in der Uraufführung von Puccinis Oper »La Bohème« am Teatro Regio Turin den Rodolfo sang, während die Mimi durch die Sopranistin Cesira Ferrani kreiert wurde. Da seine Stimme in den hohen Lagen nicht sonderlich ausgebildet war, mußte Puccini einige Teile der Partitur für ihn tiefer transponieren. Er sang den Rodolfo in den folgenden Jahren an vielen italienischen Theatern; er gastierte u.a. 1898 am Teatro Costanzi Rom als Faust von Gounod. Er gab jedoch bereits 1899 seine Bühnenkarriere auf. Er widmete sich jetzt der Sammlung von Musikinstrumenten aus allen Zeiten und allen Ländern und wurde der Besitzer einer weltweit bekannten kostbaren Kollektion. 1911 stellte er seine Instrumentensammlung im Rahmen einer großen Exposition in Rom aus. Seinen Lebensabend verbrachte der Sänger in Rom, wo er hochbetagt, mehr als 60 Jahre nach der Uraufführung von »La Bohème« starb.

Lit: M. Vita: »Evan Gorga e le sue grandi Collezioni« (Rom, 1926).

Von seiner Stimme sind keine Schallplatten vorhanden.
[Lexikon: Gorga, Evan. Kutsch/Riemens: Sängerlexikon, S. 9256 (vgl. Sängerlex. Bd. 2, S. 1371 ff.) (c) Verlag K.G. Saur]


Karte Nr. 3269 - 1. Bild







In hoher Auflösung gescannter Ausschnitt aus Nr. 3269

Ferrani, Cesira, Sopran, * 8.5.1863 Turin, † 4.5.1943 Pollone bei Biella; eigentlicher Name Cesira Zanazzio. Ausbildung am Liceo musicale Turin durch Antonietta Fricci. Sie debütierte 1887 am Teatro Regio Turin als Marguerite im »Faust« von Gounod und sang im gleichen Jahr am Teatro Carignano Turin die Gilda im »Rigoletto«. Sie gastierte dann in Venedig, Catania und Turin und auch an französischen Theatern. 1892 trat sie am Teatro Carlo Felice von Genua als Amelia in Verdis »Simon Boccanegra« und als Loreley in der gleichnamigen Oper von Catalani unter Arturo Toscanini auf. Es folgten weitere Auftritte am Teatro Comunale Bologna (u.a. 1895 in der Uraufführung der Oper »Consuelo« von Orefice in der Titelrolle), in Bari, Brescia und Udine. Am 1.2.1893 wirkte sie am Teatro Regio Turin in der Uraufführung von Puccinis »Manon Lescaut« in der Titelrolle mit; am gleichen Theater kreierte sie am 1.2.1896 in der Uraufführung von Puccinis »La Bohème« die Rolle der Mimi. An der Mailänder Scala nahm sie an der Uraufführung der Oper »Il Fior d'Alpe« von Alberto Franchetti (15.3.1894), am Teatro Lirico Mailand an der von Giacomo Orefices damals sehr erfolgreicher Oper »Chopin« (25.11.1901) teil. Am 17.1.1901 sang sie in einer der sechs gleichzeitigen Uraufführungen von Mascagnis »Le Maschere« am Teatro Carlo Felice Genua. Die Aufführung endete (wie auch die übrigen fünf) mit einem skandalösen Mißerfolg und mußte schließlich abgebrochen wrden. 1893 gastierte sie am Teatro Colón Buenos Aires, 1894 an der Mailänder Scala, wo sie in den folgenden 15 Jahren immer wieder in Erscheinung trat. Große Erfolge hatte sie als Elisabeth im »Tannhäuser« und als Eva in den »Meistersingern«. Tourneen brachten ihr in Spanien und Rußland viel Beifall, 1898 war sie an der Oper von Kairo zu Gast, auch am Teatro San Carlos Lissabon. 1909 nahm sie von der Bühne Abschied, nachdem ihr Auftreten als Mélisande in der italienischen Erstaufführung von Debussys »Pelléas et Mélisande« (unter der Leitung von Toscanini) an der Scala 1908 einen schockierenden Mißerfolg gebracht hatte, der sich am Teatro Costanzi in Rom wiederholte. Sie wirkte dann als Pädagogin in Turin. Ihr Salon in Turin war für viele Jahre ein Zentrum des musikalischen und schöngeistigen Lebens in dieser Stadt.

Von ihr existieren einige seltene Schallplatten auf G & T (Mailand, 1903), darunter auch Titel aus »Manon Lescaut« und »La Bohème« von Puccini.

[Nachtrag] Ferrani, Cesira; sie sang auch die Juliette in »Roméo et Juliette« von Gounod, die Fanny Legrand in »Sapho« von Massenet, die Charlotte im »Werther«, ebenfalls von Massenet, und die Elsa im »Lohengrin«.

[Lexikon: Ferrani, Cesira. Kutsch/Riemens: Sängerlexikon, S. 7453 (vgl. Sängerlex. Bd. 2, S. 1116 ff.) (c) Verlag K.G. Saur]



Nr. 3270 zeigt die Musetta der Camilla Pasini - eine Rolle, die bei den Zeitgenossen
der Uraufführung zunächst mehr Interesse erweckte als die der Mimi

In Frankreich wurden die Karten mit französischem Textaufdruck verkauft.




Pasini, Camilla, Sopran, * 6.11.1875 Rom, † 29.10.1935 Rom; sie war eine Schwester der großen italienischen dramatischen und Wagner-Sopranistin Lina Pasini-Vitale (1872-1959); eine weitere Schwester, Enrica Pasini, hatte eine kurze Karriere im Mezzosopranfach. Camilla Pasini erhielt ihre Ausbildung an der Accademia di Santa Cecilia in Rom und debütierte dort auch am Teatro Quirino als Inez in Meyerbeers »Africaine«. Sie wurde vor allem dadurch bekannt, daß sie in der Uraufführung von Puccinis Oper »La Bohème« am 1.2.1896 am Teatro Regio von Turin die Partie der Musetta sang, während Arturo Toscanini die Vorstellung dirigierte. 1897 sang sie die gleiche Partie bei der Premiere von »La Bohème« an der Mailänder Scala. Sie trat als Musetta in Brescia, Genua, Triest, in Asti und am Teatro Costanzi in Rom auf. 1904 unternahm sie eine Südamerika-Tournee. Sie sang in Italien u.a. am Teatro Comunale wie am Teatro Rossetti in Triest, am Teatro Massimo Palermo, am Teatro Comunale Fiume, in Padua, Cremona, Mailand und Rom. Dabei trug sie eine Vielzahl von Partien vor, darunter die Traviata, die Tosca, die Margherita in »Mefistofele« von Boito, die Titelrollen in »Fedora« von Giordano, »La Wally« und »Loreley« von Catalani, die Suzel in »Amico Fritz« von Mascagni, die Elsa im »Lohengrin«, die Desdemona in Verdis »Othello«, die Norina im »Don Paquale« und die Grisélidis in der gleichnamigen Oper von Massenet. Bereits 1905 gab sie ihre Karriere nach einer Heirat mit dem Juristen Muzi auf. In der Saison 1911-12 betrat sie nochmals am Teatro Costanzi Rom (hier in der Uraufführung der Oper »La Vigilia di Notte« von Teofilo De Angelis) und am Teatro Sociale in Mantua die Bühne.

Leider sind von der Stimme der bedeutenden Sängerin keine Schallplattenaufnahmen vorhanden.
[Lexikon: Pasini, Camilla. Kutsch/Riemens: Sängerlexikon, S. 18635 (vgl. Sängerlex. Bd. 4, S. 2661 ff.) (c) Verlag K.G. Saur]


Nr. 3271 aus dem 3. Akt - links Tieste Wilmant als Marcello,, Mitte Evan Gorga als Rodolfo,
rechts Cesira Ferranii als Mimi 

Unter der Nummer 3271 bis 3276 folgen eine Reihe von Bildern aus dem dritten Akt.


Nr. 3272


Nr. 3273 in zwei verschieden dunklen bzw. kontrastreichen Versionen mit dadurch jeweils etwas anderem Charakter


Nr. 3274, zusätzlich mit Camilla Pasini als Musetta (ganz links)




Nr. 3275

Nr. 3276

Die folgenden Karten der Serie sind Einzelportraits der vier Darsteller gewidmet.

Nr. 3277 Tieste Wilmant als Marcello




Nr. 3277, Vergrößerung



Wilmant, Tieste, Bariton, * 1859 Lodi, † 20.3.1937 Lodi; er debütierte 1878 in Chiari. Seine Karriere ist schwer in ihren Einzelheiten zu verfolgen, scheint sich jedoch hauptsächich an italienischen Bühnen abgespielt zu haben. In der Spielzeit 1893-94 sang er an der Mailänder Scala in Catalanis »Loreley« und in »Manon Lescaut« von Puccini. In der Saison 1899-1900 war er wieder an der Scala anzutreffen, wo er jetzt den Alberich in der italienischen Erstaufführung des »Siegfried« von Richard Wagner sang, dazu den Jago im »Othello« von Verdi. Von musikhistorischer Bedeutung ist seine Teilnahme an der Uraufführung von Puccinis »La Bohème« am 1.2.1896 am Teatro Regio Turin, in der er den Marcello sang.

Schallplatten: Zwei sehr seltene Zonophone-Aufnahmen (Mailand, 1904).
[Lexikon: Wilmant, Tieste. Kutsch/Riemens: Sängerlexikon, S. 25965 (vgl. Sängerlex. Bd. 5, S. 3731 ff.) (c) Verlag K.G. Saur]



Nr. 3278, Evan Gorga als Rodolfo

Nr. 3279 Cesira Ferrani als Mimi

Nr. 3280 Camilla Pasini als Musetta



Es hätte nahe gelegen, noch weitere zentrale Szenen der Oper, wie die Festszene, in der Musetta ihren Walzer singt, oder die Sterbeszene Mimis abzubilden. Dass dies nicht geschah, liegt vermutlich daran, dass nur die vier Darsteller für die Fotoserie zur Verfügung standen und in den anderen Szenen weitere Darsteller beteiligt gewesen wären. Nach Vergleichen mit anderen Fotos von Cesira Ferrani und Evan Gorga, die ich im Internet fand, gehe ich davon aus, dass hier wirklich die Uraufführungssänger abgebildet sind. Von Camilla Pasini finden sich zwei Fotos in Ashot's Blog Forgotten Operasingers (siehe HIER) . Von ihm stammt auch der Hinweis, dass es zwei seltene Tonaufnahmen von Camilla Pasini gibt, nämlich ein Duett aus I Puritani mit E. Gherlinzoni . Leider ist der Tonausschnitt auf der Seite nicht mehr zu hören. Außerdem steht auf dem Label "A.Pasini", so dass es durchaus eines der anderen Geschwister von Camilla Pasini sein könnte, die hier singt.





Es wird also allgemein in Sammlerkreisen angenommen, dass die genannten Darsteller auch auf den Ansichtskarten abgebildet sind. Die Fotos entstanden vermutlich wenige Jahre nach der Uraufführung und fanden weite Verbreitung. Das früheste postalisch gelaufene Exemplar sah ich, wenn ich mich richtig erinnere, von 1902. Oben sind u.a. datierte Exemplare von 1904 abgebildet (z.B. Nr. 3275). Die Bilder könnten also insgesamt um 1900 herum entstanden sein.

Evan Gorga hinterliess keine Tonaufnahmen. Cesira Ferrani hat u.a. zwei Aufnahmen aus La Boheme hinterlasssen (von 1902), die man Youtube hören kann.





Tieste Wilmant hat zwei Zonophon-Aufnahmen hinterlassen (nicht aus La Boheme), von der sich das Credo aus Otello auch auf Youtube findet. Da es sich nicht einbetten kann, hier der link:
https://www.youtube.com/watch?v=npo4iUFbwc4





Samstag, 30. April 2016

Materialien und Bilder zum Leben der Sängerin Charlotte Viereck (1877-1956) Teil 1

Nachdem ich von den Nachfahren der Sängerin Charlotte Viereck Bilder und Materialen über das Leben der Sängerin erhalten habe, habe ich in meinem anderen Blog einen Artikel über ihr Leben geschrieben. (siehe hier: http://recordplayer78.blogspot.de/2016/04/die-sangerin-charlotte-viereck-1877.html  ) In ihm habe ich nur einen Teil der mir zur Verfügung gestellten Bilder verwenden können, damit der Artikel nicht zu umfangreich wird. Für die Leser, die noch mehr Bilder sehen möchten und noch weiter in das Leben dieser Sängerin eintauchen möchten, werde ich nun hier sämtliches Material, das ich habe, veröffentlichen. Aus ihm ergeben sich auch noch weitere Informationen über die Sängerin. Ausserdem kann man, da auch die Rückseiten der Bilder und die dazugehörigen Beschriftungen gezeigt werden, nachvollziehen, welche Schlußfolgerungen ich aus dem Material gezogen habe und eventuelle Fehler berichtigen. Manche Rätsel bleiben aber bestehen. Falls ein Leser hier weiterhelfen kann, bitte ich um einen Hinweis per mail oder über die Kommentarfunktion unter dem Artikel.

Ich zeige die Bilder hier in der Reihenfolge und Nummerierung, wie die Urenkelin von Charlotte Viereck, Frau Ute Balzer, und ihre Mutter (und damit Enkelin von Charlotte Viereck) Gisela Pescheck sie mir geschickt haben.




01 - Todesanzeige



02 Vorderseite - Schwerbeschädigten-Ausweis





03 Rückseite - Schwerbeschädigten-Ausweis




03 - Bild von Heinrich Bernecker, ihres zweiten Ehemannes 



03 - Widmung auf der Rückseite



Das Bild zeigt ihren zweiten Ehemann Heinrich Bernecker in einer Rolle und ist auf der Rückseite gewidmet "Meiner Charlotte" ohne Unterschrift.


04 - Privatfoto

05 - Charlotte Viereck mit Tochter am Klavier

Das Bild zeigt den von der Enkelin in ihrem Text erwähnten Bechstein-Flügel. Die Rückseite des Fotos gibt die Beschriftung "ca. 1922". Die Worte unten heißen: "ihre rechte Hand"


05 - Rückseite

06 - Karte als Venus

06 - Karte als Venus - Rückseite
Auf der Vorderseite vermerkt: "Staatsoper Dresden 1923"
Der Text der Karte, der wohl an die Enkelin ging, lautet:

Bad Elster, 26. Okt. 1952
Meine liebe Gisela!
Die herzlichsten Glückwünsche zum 16.
Deine steinalte Omi


07 - Karte Rosenkavallier

07 - Karte Rosenkavallier Rückseite. Inschrift: "Rosenkavalier Dresden Staatsoper"

08 - Foto

08 - Rückseite

Inschrift: "Lotte Kimpel","Potsdam 1905". Von späterer Hand: "Frau Viereck-Bernecker"

09 - Zwei Karten als Amelia (Maskenball)

09 - Rückseite einer der Karten

Auf einer der Karten Inschrift von CVs Hand: "Amelia in Maskenball II". In meinem Artikel im anderen Blog habe ich die Karten auseinander geschnitten und einzeln gezeigt.

10 - Berliner Oratorien-Quartett

Oben ein halb abgeschnittener Aufdruck: "Berliner Oratorien-Quartett". Es gibt keine näheren Angaben zu den anderen Sängern.


11 - Bild aus Posen
 Nr. 11 wurde übermittelt unter dem Titel "Bild aus Posen". Es gibt keine näheren Angaben zu der dort abgebildeten männlichen Person.  Fotograf W. Menger, Posen, Jahreszahl unten rechts: 1919




12 - Foto im Bühnenkostüm

Vermutlich aus der gleichen Zeit oder früher stammt Foto 12. Außenaufnahme im Bühnenkostüm mit Degen.


13 - Foto Charlotte Kimpel

Dieses Foto mit der Inschrift "Charlotte Kimpel" wird von vor 1924 stammen, da sie in diesem Jahr ihre zweite Ehe mit Heinrich Bernecker einging.





14 - Foto




14 - Rückseite
 Bildinschrift auf der Rückseite: "Kundry Posen 1919   (aufgen. W. Manger)"


15 - Fotokarte Donna Anna 1

Inschrift Rückseite: "Donna Anna" in Don Giovanni - Kostümentwurf von Slevogt. Dresden 1925. Staatsoper [Nach dem Rollenverzeichnis müsste es richtig 1924 heißen wie beim nächsten Bild]



16 - Fotokarte Donna Anna 2

Inschrift: Staatsoper Dresden 1924 Kostümentwurf Slevogt. Mit anderem Stift vermutlich von anderer Hand: Donna Anna "Don Juan


17

17 Rückseite 1



17 - Rückseite 2

Diese Karte wurde mir mit zwei verschiedenen Rückseiten übermittelt, d.h. sie ist wohl bei der Familie doppelt vorhanden. Die erste trägt die Aufschrift "Charlotte Viereck-Bernecker, Kammersängerin Staatsoper Dresden ca. 1920". Die zweite konnte ich zunächst nicht entziffern. Nach dem Studium des Rollenverzeichnisses wurde mir aber klar, dass es "Godiva in 'Der Fremde' " heißen muss. (Oper von Hugo Kaun).

18 - Inschrift: "Fidelio Beethoven Staatsoper Dresden 1919"




19a

19b


19 Rückseite

Auf 19 b sind irgendwelche Schriftzeichen unten rechts übermalt. Inschrift auf der Rückseite:
"Viereck, Posen 1917. Polnische Oper Amor und Psyche. Die sprachen natürlich von der "Nonne!"


20 - Ansichtskarte vom Inneren der Dresdner Frauenkirche

20 - Rückseite
Text der Karte: "B.E. (Bad Elster) Feb. 55. Nun soll der herrliche Bau neu erstehen. Kannst Du Dich noch auf 9. Mahler Sinfonie besinnen? Die Sinfonie der 1000. Drei mal sang ich sie mit Taucher. Ich besinne mich nur nicht, wer sie dirigierte. Omi"
[Curt Taucher (1885-1954) war Tenor und sang von 1920 bis 1934 an der Dresdner Staatsoper. Die Sinfonie der Tausend von Mahler ist tatsächlich seine 8. Sinfonie.]


21 - Foto

21 Rückseite

Nr. 21 wurde mir zugemailt mit dem Titel "Posen", die Aufschrift besagt jedoch: "Viereck, Venus, Dresden Oper"



22

Nr. 22 habe ich auseinandergeschnitten. Der Text bezieht sich auf dei Oper Lohengrin und die Rolle der Ortrud und besagt: Plaschke war immer mein Partner. Lohengrin Staatsoper Dresden. "Erhebe Dich, Genossin meiner Schmach" [Zitat aus der Oper]





22 - Als Ortrud

22 Rückseite

23 - "Marschallin Rosenkavalier von Richard Strauss, Staatsoper Dresden 1924, 1. Akt"

von anderer Hand: "Rosenkavallier I."


24

Nr. 24: Irene aus Rienzi. Der Text der Karte lautet:

20. Okt. 20   Liebe Eltern! Während einer Aufführung finde ich einen Augenblick Zeit. Ich komme aber nächstens bald zu einem ausführlichen Brief. Das Leben hastet für immer mehr, es wird wohl auch so bleiben. Heute wollte ich euch nur diese beiden Bilder senden. "Irene" in Rienzi. Ich bin in Treue eure Lotte


24 - Rückseite

25
25 - Rückseite
Nr. 25 Aufschriftr vorne: Isolde Posen 1918. Der Text dieser nicht abgeschickten Karte auf der Rückseite lautet:

Fräulein Käte Pfitzner, Gnesen  [heute Gniezno, ca. 50 km von Posen, heute Poznan, entfernt]

Posen 27. Mai 19
Liebes Fräulein Pfitzner!
Vielen Dank für Ihre liebenswürdigen Zeilen. Wenn ich dürfte, es würde sich lohnen, hätte ich im Juni gerne ein Konzert in Gnesen gegeben vielleicht können Sie mir da eine Auskunft zukommen lassen. Höflichste Empfehlungen Ihre Charlotte Viereck-Kimpel

26  - Privatfoto ohne Datumsangabe


27 - Eltern der Charlotte Viereck

27 - Rückseite, Text "unsere Großeltern Viereck"


(Fortsetzung in Teil 2)