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Mittwoch, 27. März 2013

Salomon Jadassohn: Johannistag op. 134 (1897)

Salomon Jadassohn (13.VIII.1831 - 1.II.1902) war ein Komponist, über den wir heute nicht mehr viel wissen. Es schrieb (mindestens) vier Symphonien und zwei Klavierkonzerte, ferner eine Reihe musiktheoretischer Werke.

Näheres findet sich bei Wikipedia:  http://de.wikipedia.org/wiki/Salomon_Jadassohn.


Salomon Jadassohn (1831 - 1902)


Spemans Goldenes Buch der Musik schreibt dazu:


Text über Jadassohn aus Spemann 1900 
Text Teil 2 über Jadassohn aus Spemann 1900



Unverzichtbare Quelle: Spemanns Goldenes Buch der Musik von 1900



Hier ist das Textheft zu einem Werk mit Namen "Johannistag" op. 134. Es erschien 1897 bei Breitkopf und Härtel und ist "für dreistimmigen Frauenchor und Soli mit Begleitung des Pianoforte". Natürlich wissen wir nicht, wie das Werk klingt, aber es ist vielleicht reizvoll, den pathetischen Text zu lesen und sich vorzustellen, was man "verpasst" hat, wenn man das Werk nicht kennt. Mir macht es jedenfalls immer wieder großen Spaß, in Textheften von vergessenen Werken zu blättern.

(Ein Klick auf das Bild vergrößert dieses.)














Die Handlung: Einer armen Mutter mit ihrem Kind wird am Johannistag eine Schatzhöhle geöffnet. Sie darf aber nur EIN Stück mitnehmen. Als sie viele Schätze zusammenrafft, wird ihr das Kind entzogen, die Höhle schliesst sich wieder, die gerafften Schätze aber folgen ihr. Sie läuterte sich und verschenkt ihren Reichtum. Ein Jahr später (2.Teil) öffnet sich die Höhle wieder und ihr Kind wird ihr zurückgegeben.



Salomon Jadassohn in jungen Jahren












Samstag, 23. März 2013

Rigoletto an der Staatsoper Berlin 26.V.1924 mit Heinrich Schlusnus und Alexander Kirchner




Das Programmheft der Staatsoper Unter den Linden stammt von einer Aufführung der Oper "Rigoletto" vom 26.Mai 1924. Die Hauptdarsteller sind Heinrich Schlusnus als Rigoletto und Alexander Kirchner als Herzog. Die Gilda wird von Fried(e)l Böhm gesungen. Sie wurde 1891 geboren und debütierte 1915/16 in München. Die Gilda war eine ihrer Paraderollen. 1933 musste sie als Jüdin Deutschland verlassen und emigrierte 1938 von Österreich nach Ankara, wo sie lange am Konservatorium unterrichtete. Mit Herbert Janssen, der erst 1922 debütierte und damals noch meist kleinere Rollen sang, ist der Graf von Monterone aus heutiger Sicht prominent besetzt.




Im Programmheft sind einige Sängerportraits abgebildet. Die Abbildungen zeigen auch Sänger, die nicht in der Vorstellung mitsangen, sondern in anderen Produktionen aus der gleichen Zeit mitwirkten. Leider ist von Friedel Böhm, die nur als Gast mitwirkte und kein Mitglied des Ensembles war, kein Foto dabei.


Herbert Janssen als Wolfram in Tannhäuser

Max von Schillings, Opernintendant der Staatsoper Berlin von 1919 bis 1925

Ethel Parker-Hansa als Olympia in Hoffmanns Erzählungen

Frida Leider als Leonore in Fidelio

Waldemar Henke als David in Meistersinger

Theodor Scheidl als Scarpia in Tosca

Gertrud Bindernagel als Elisabeth in Tannhäuser

Fritz Soot (Tenor)

Björn Talén als Cavaradossi

Margarethe Arndt-Ober als Ortrud in Lohengrin

Benno Ziegler als Figaro im Barbier von Sevilla

Genia Guszalewicz als Mignon

Barbara Kemp als Carmen

Das Programmheft enthält auch einen Artikel zur Geschichte der Oper von Dr. Hans Lebede. Er war Musikwissenschaftler und Dramaturg an der Staatsoper.



Artikel Hans Lebede Teil 1


Artikel Hans Lebede Teil 2


Artikel Hans Lebede Teil 3

Artikel Hans Lebede Teil 4
Hier noch einmal der mittlere Einleger mit dem Besetzungsplan in groß:

Berlin, Montag den 26.Mai 1924


Vorschau auf die Woche vom 27. Mai 1924 bis 2. Juni 1924





In dem Programmheft, das recht umfangreich ist, befindet sich viel Werbung, die ich hier nicht ganz  vollständig wiedergebe. Für Musiksammler interessant sind die Fülle von Reklame für Schallplatten und Wiedergabegeräte.


Reklame für Parlophon


Reklame für Vox (1)



Reklame für Vox (2)



Reklame für Vox (3)


Grammophon Spezialhaus Berlin

Reklame für Homocord-Schallplatten

Schallplattenspieler mit Elektroantrieb (aber damals noch akustischem Tonabnehmer)


Beil & Voss Schallplattengeschäfte



Auf einem Einlegezettel: Werbung der Grammophon







Rückseite des Einlegezettels mit Dirigentenportraits




Hier noch einige weitere Werbung aus dem Heft:

Jaques Samuel & Co,, Juweliere
Hiller Restaurants im Mercedes-Palast.
Im Tanzpalast: Eric Borchard mit seiner Atlantic-Jazzband

Freimann & Kreiser, Innenarchitekten

Weinstuben Mitscher, Französische Straße 17/18

Alte Meister zu verkaufen: Bilder von berühmten Malern


Ernst Philippbaar, Polstermöbel


Rückseite des Programmhefts. Werbung für Bad Elster (Vogtland, Sachsen)