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Mittwoch, 18. Februar 2015

Leporello - 16 Bildnisse von der Königlichen Oper zu Berlin 1907

Bei der Vorbereitung meines Beitrages über die erste Gesamtaufnahme der Oper Faust (1908) in meinem anderen Blog fiel mir eine Mappe in die Hand, in der man im Jahre 1907 16 Bilder im Schwarz-Weiss-Fotodruck im DIN-A 5-Format mit Bildern von Künstlern der Berliner Oper für 1,60 Mark erwerben konnte (eine Schallplatte kostete damals ca. 2 bis 7 Mark). Diese Mappe, die im Leporello-Verlag erschien, der wohl eigens hierzu gegründet wurde, möchte ich nun vorstellen.

Umschlag

Sie lässt sich nach 4 Seiten aufklappen und gibt dann die Bilder frei.




Das erste Blatt ist ein Einleger mit einem Vorwort, das kundtut, dass weitere Publikationen mit Künstlern der Berliner Bühnen geplant sind und dass ein Teil der Einnahmen dem Pensionsfonds der Bühnengenossenschaft zugute kommt.


Ich habe diese Mappe schon mehrfach angeboten gesehen, und bei zvab.com sind z.Zt. mehrere Exemplare zu haben (ab 10 EUR ist man dabei!), Von anderen Publikationen aus diesem Verlag habe ich aber noch nie etwas gesehen oder gehört. Ich gehe zwar davon aus, dass der angekündigte zweite Teil mit Bildern von Schauspielern ebenfalls erschienen ist, es scheint aber kein kommerzieller Erfolg gewesen zu sein.

Das Besondere an dieser Mappe ist, dass auf den Rückseiten der Bilder im Faksimile die Handschriften der Sängerinnen und Sänger mit ihrem (Lebens-?) Motto und ihrer Unterschrift abgedruckt sind. So bekommt man direkt eine Handschriftenprobe und ein Autogramm mitgeliefert.

Die Bilder haben auf den Blättern einen breiten weißen Rand, den ich hier mit wiedergebe, Auf der Rückseite nehmen die Unterschriften bei manchen Künstlern wenig Raum ein, so dass ich sie meistens vergrößert bzw. aus dem ganzen Blatt nur als Ausschnitt kopiert habe.


Antoinetta dell'Era, Primaballerina
Antoinetta dell'Era (1861-1945) war die erste Tänzerin des Balletts der Oper.Sie hat 1892 in St.Petersburg bei der Uraufführung des Balletts "Nußknacker" von Tschaikowsky mitgewirkt, war aber bis auf acht Jahre Unterbrechung mit Tätigkeit in Russland (1886-94) von 1879 bis 1909 an der Berliner Oper Primaballerina. Ihr Motto stammt aus einem italienischen Sprichwort, was angeblich auf Dante Alighieri zurückgeht: "Far bene, e lasciar dir (le genti)". Es heißt übersetzt so viel wie: Mach deine Sache gut, und lass die Leute reden (und störe dich nicht daran).







Die nächste ist Emmy Destinn (1878-1930) , die mit einem Foto aus der Oper Mignon vertreten ist. Sie wirkt auf Fotos oft leicht unintelligent, vielleicht weil ihre Augen recht eng zusammenstanden, muss aber eine leidenschaftliche Darstellerin und Schauspielerin ihrer Rollen gewesen sein. Ihre Portraits wie auch dieses zeigen keine Scheu vor starkem Ausdruck. Ihr Foto ist das einzige in der Mappe, bei dem keine Signatur des Künstlers auf der Rückseite ist.


Emmy Destinn als Mignon



Marie Dietrich (1865-1939) war von 1891 bis 1912, dem Jahr ihres Abschieds von der Bühne, bei der Berliner Hofoper tätig, wo sie auf Koloraturollen und das Soubrettenfach abonniert war.


Marie Dietrich als Marie im Waffenschmied

Ihr Motto lautet: "Gunst ist unwichtiger denn - Kunst."




Geraldine Farrar als Julia


Geraldine Farrar (1882-1967) war ein echter Star. Wenn man Sängerpostkarten sammelt, wird man finden, dass sie vermutlich die zu ihrer Zeit meistfotografierte Frau war - es gibt Unmengen von Ansichtskarten von ihr. Sie wurde in den USA geboren, hatte aber auch Unterricht bei Lilli Lehmann und debütiert mit 19 als Margarete in Faust (1901). Ihre Traviata von 1902 war ebenfalls ein sensationeller Erfolg, und ganz Berlin lag ihr zu Füßen, ebenso wie die Familie des Kronprinzen, mit der sie eine Freundschaft pflegte. 1906 entschwebte sie an die Met, wo sie ebenfalls eine treue und fanatische Fangemeinde, vor allem unter jungen Mädchen, hatte. Heute würde man sagen, dass sie ein Popstar war und ein Teenie-Idol. Nach 1906 gastierte sie nur noch einige wenige Male in Berlin.

Ihr Motto passt zu einer jungen Frau, der die Welt zu Füßen liegt. Es sind einige Zeilen aus der Gavotte aus der Oper Manon von Massenet (Frz.: Obeissons, quand leur voix appelle):

Nützet die schönen jungen Tage,
bald bleibt uns nur Erinnerung.
Liebt, lacht, verscheuchet jede Klage
und denkt - wir sind nur einmal jung!




Geraldine Farrar zitiert aus dem deutschen Libretto der Oper Manon







Marie Goetze (1865-1922) hatte eine Altstimme und war von 1892 bis 1920 die Hauptvertreterin des Alt- und Mezzosopran-Faches an der Berliner Hofoper. Neben ihrer Tätigkeit in Berlin fand sie noch Zeit für ausgedehnte Gastspielreisen. Ihr Motto lautet "Der Gottheit Wege führen uns im Dunkeln, preist keinen selig vor dem letzten Tage." Ob dies ein Zitat ist und woraus, konnte mir Google nicht sagen. Vielleicht hat sie es selbst so formuliert.






"Im Tone klar, im Ausdruck wahr!" - das Motto von Emilie Herzog

Emilie Herzog als Eva in den Meistersingern

Emilie Herzog (1859-1923) war seit 1889 an der Berliner Hofoper und wirkte dort bis 1910, bevor sie nach Zürich ging und  Pädagogin wurde. Ihr Fach könnte man als jugendlichen Koloratursopran beschreiben. Sie sang die Königin der Nacht, aber auch die Eva in den Meistersingern. Bereits 1883 sang sie in Bayreuth eine der Blumen in Parsifal, genauso wie auch 1884 und 1891, wo ebenfalls noch der Hirte im Tannhäuser dazukam. Solche kleinen Rollen musste man sich in Bayreuth durch eine wagnerianische Gesinnung und Unterordnung unter den pseudoreligiösen Wagnerkult verdienen. Ihr Motto "Im Tone klar, im Ausdruck wahr!" hätte auch von Cosima Wagner stammen können. Marie Dietrich übrigens (weiter oben) hatte ebenfalls die Ehre, 1888 eine der Soloblumen in Bayreuth singen zu dürfen...




Ida Hiedler als Elsa in Lohengrin


Ida Hiedler (1867-1932) wurde 1887 direkt vom Berliner Konservatorium an die Oper engagiert und debütierte mit der Margarethe in Faust. 1908 verabschiedete sie sich mit der Sieglinde von der Opernbühne und trat nur noch gelegentlich in Konzerten auf. Ihre Hauptpartien waren die etwas leichteren Wagner-Heroinen wie Elsa, Sieglinde, Venus, Elisabeth, aber auch die Leonore in Fidelio, Rezia on Oberon und Leonore im Troubadour. Sie ist von allen Sängern hier auf Schallplatten am schlechtesten dokumentiert. Sie hat lediglich drei sehr seltene Columbia-Platten von 1904 hinterlassen, die ich bisher nur vom Hörensagen kenne. ("Einsam in trüben Tagen" (40472) und "Euch Lüften" (40474) aus Lohengrin sowie die Hallenarie aus Tannhäuser (40520))

Als Motto wählt sie ein Schiller-Zitat: "Auf Dinge, die nicht mehr zu ändern sind, soll auch kein Blick zurück mehr fallen!"



Ida Hiedlers Motto



Therese Rothhauser als Carmen

Therese Rothhauser (1865-1943) war ungarische Jüdin und im wilhelminischen Berlin trotzdem sehr erfolgreich. Sie kam 1892 an die Berliner Oper und sang dort mehr als 25 Jahre. Ihre Paraderollen waren Mozartpartien, aber auch die Carmen und die Amneris. 1907 sang sie in der deutschen Erstaufführung von "Madame Butterfly" die Suzuki, 1911 in der Berliner Rosenkavalier-Premiere (mit der entschärften Textfassung für Kaiser Wilhelm) die Annina. Auch von ihr gibt es kaum Aufnahmen. Ein Titel auf Schallplatte Grammophon, nämlich ein Duett mit Paul Knüpfer aus dem Rosenkavalier, ist noch zu finden. Ferner gibt es noch fünf frühe Columbia-Aufnahmen, die so selten sind, dass von ihnen teilweise noch nicht einmal die Bestellnummern bekannt sind.

Ihr Motto passt zum wilhelminischen Berlin: "Immer vorwärts, nie zurück. Mein Prinzip ist auch mein Glück!" Das Zitat haben auch andere Zeitgenossen als Mottospruch genutzt - von wem es ursprünglich stammt, konnte ich nicht herausfinden.

Gedankt wurde ihr das Engagement für ihr Publikum nicht: im Alter von 78 Jahren wurde sie in das Ghetto von Theresienstadt verschleppt und dort ermordet.






Ida von Scheele-Müller als Dalila

Ida von Scheele-Müller (1862-1933) war ein Alt und wirkte von 1895 bis 1930 in Berlin, wenn auch das Sängerlexikon nahelegt, dass sie von 1898-1905 hauptsächlich in Bremen sang. Ihr Motto ist genauso himmelstürmend-heroisch und von sich selbst überzeugt wie das vorige: "Aufwärts! Vorwärts!"






Ida von Scheele Müller

Rudolf Berger (1874-1915) sang von 1898 bis 1908 als Heldenbariton in Berlin und dann, nach einer Umschulung, noch einmal von 1908 bis 1913 als Heldentenor. 1913 heiratete er die ameikanische Sängerin Marie Rappold und ging an die Met nach New York, wo er 41-jährig, ziemlich genau vor 100 Jahren, am 27.II.1915 starb. (siehe hier)  Zur Zeit des Fotos war er noch Bariton, und so findet man ihn hier als Telramund anstatt als Lohengrin.

Rudolf Berger als Telramund


Sein Motto ist etwas minimalistisch: "Stets glücklich ist der, welcher nichts erwartet, denn er wird nie getäuscht werden!" Woher dieses Geflügelte Wort stammt, konnte ich nicht herausfinden.





Rudolf Bergers Motto

Wilhelm Grüning als Rienzi
Wilhelm Grüning (1858-1942) hatte die Rolle inne, die Rudolf Berger nach 1908 gerne gehabt hätte: der typische Heldentenor Wagner'scher Prägung. Er kam 1898 uind blieb bis 1911. Die Berliner Oper hatte mit ihm einen erfahrenen und guten Mann gewonnen, der schon Bayreuth-Erfahrung hatte. Bei den Bayreuther Festspielen trat er im einzelnen 1889, 1891, 1892 und 1897 als Parsifal, 1892 und 1894 als Tannhäuser, 1897 als Siegmund sowie 1896 und 1897 als Siegfried auf. Seine Darstellung des Rienzi (der nicht in Bayreuth gegeben wurde) galt zu seiner Zeit als unvergleichlich. Sein Motto "Ars et labor" (Kunst und Arbeit) stellt ihn als einen hart arbeitenden Künstler dar.


Wilhelm Grüning - Wiedergabe der gesamten Seite


Baptist Hoffmann als Fliegender Holländer

Baptist Hoffmann (1864-1937) gehörte von 1897 bis 1915 der Berliner Hofoper an. Der Fliegende Holländer war eine seiner besten Rollen. Als sein Motto wählte er die Stelle kurz vor dem Finale, wo sich der Holländer Senta endgültig offenbart. Das Sängerlexikon bescheinigt ihm eine "groß dimensionierte Baritonstimme, deren dramatische Ausdruckskraft ihre bedeutendsten Aufgaben im Wagner-Repertoire fand."

Befrag' die Meere aller Zonen, befrag' 
den Seemann, der den Ozean durchstrich, 
er kennt dies Schiff, das Schrecken aller Frommen: 
den fliegenden Holländer nennt man mich.


Baptist Hoffmann, Zitat aus Wagners Holländer

Walther Kirchhoff als Faust uin Margarethe
Walther Kirchhoff (1879 - 1951) hatte 1906 gerade als Faust an der Berliner Hofoper debütiert und noch ein große Karriere, namentlich als Wagnertenor, vor sich. Bereits 1914 sang er in der Erstaufführung des Parsifal (nach dem gesetzlichen Ablauf der von Wagner auferlegten Sperrfrist der Aufführung des Werkes ausserhalb von Bayreuth) die Titelrolle in Berlin, aber auch in Bayreuth. Im 1. Weltkrieg meldete er sich freiwillig und wurde Adjutant des deutschen Kronprinzen. Später kehrte er noch 1923/24 und 1928/29 an die dann so genannte Staatsoper zurück, gastierte aber auch international. Sein Motto: "Kunst ist Religion" ist einem Parsifal würdig.







Paul Knüpfer (1865-1920) war seit 1898 bis 1919 der unangefochtene erste Bass an der Berliner Hofoper. Er starb mit 55 Jahren an einer "unheilbaren Krankheit". Er ist ein dankbares Objekt für Schallplattensammler, da er sehr viele Aufnahmen hinterlassen hat. Sein Motto lautet: "Erinnerung ist die beste Freundin des Theater(s)" 






Ernst Kraus (1863-1941) gab 1884 sein erstes Gastspiel an der Berliner Hofoper und gehörte ihr von 1898 bis 1924 als erster Heldentenor an. Er war sozusagen der Vorgänger von Walther Kirchhoff und galt als internationale Autorität in Sachen Wagner-Tenorgesang. In den Jahren 1899-1909 war er in Bayreuth verpflichtet und hatte große Erfolge als Stolzing, Siegmund und Siegfried sowie als Erik im Holländer. Er war ein herausragender Tenor seiner Zeit und hat zum Glück viele Schallplatten hinterlassen. Auf seinem Foto als Tristan sieht er ernst und erschüttert aus. Ganz prosaisch gibt er kein Motto an, sondern beschreibt lediglich sein Bild: "Ernst Kraus als Tristan in Tristan und Isolde"


Ernst Kraus, Wiedergabe der gesamten Seite

Als letzter Künstler und gleichzeitig ältester Künstler mit der Nummer 16 in dieser Sammlung taucht hier Robert Philipp (1852-1933) auf. Er war ein eher lyrischer Tenor (auch wenn er einmal Siegmunds Liebeslied aus der Walküre aufnahm), und sein Bild als Don Ottavio aus Don Giovanni passt zu seiner Position als lyrischer Tenor der Berliner Oper. Er war zuerst Schauspieler und Operettentenor und wurde vom damaligen Intendanten der Oper, Graf Hochberg, 1890 als Don Jose in Carmen verpflichtet, mit dessen Rolle er debütierte. Er blieb tatsächlich 40 Jahre bis 1930 (da war er 78) an der Berliner Oper, auch wenn er zuletzt nur noch kleine Rollen sang.

Sein Motto ist recht prosaisch und volkstümlich: "Ohn' Glück und Gunst ist Kunst umsunst."



Robert Philipp in Don Giovanni



Robert Philipp - Motto



Zuletzt möchte ich noch den 17. Künstler vorstellen, Es ist der Bassisit Carl Nebe (1858-1908), der als Leporello auf dem Titelbild abgebildet ist.



Carl Nebe als Leporello



Hier sei das Sängerlexikon einmal ausführlich zitiert:


Nebe, Carl, Baß-Bariton, * 3.1.1858 Braunschweig, † 7.2.1908 Berlin; Sohn des Schauspielers Eduard Nebe (1820-88), der am Hoftheater von Karlsruhe wirkte. Er war Schüler von Joseph Staudigl, Wilhelm Sedlmayer und Felix Mottl und debütierte 1878 am Hoftheater von Wiesbaden, dem er bis 1881 angehörte. 1881-90 war er am Hoftheater von Dessau engagiert, 1890-1900 am Hoftheater von Karlsruhe. Am 6. und 7.12.1890 wirkte er in Karlsruhe bei der ersten Gesamtaufführung des Opernwerks »Les Troyens« von Berlioz mit, bereits 1897 in der Uraufführung von »Das Unmöglichste von allem« von A. Urspruch. 1900 folgte er einem Ruf an die Berliner Hofoper; man schätzte ihn hier zumal als köstlichen Baß- Buffo, aber auch als Alberich im Ring-Zyklus. Am 13.12.1904 wirkte er an der Berliner Hofoper in der Uraufführung der Oper »Der Roland von Berlin« von Leoncavallo mit, bereits am 28.1.1902 in der von »Heilmar, der Narr« von Wilhelm Kienzl und am 9.4.1902 in »Der Wald« von Mrs Ethel Smyth. Er gab Gastspiele an der Münchner Hofoper (1894-1902), am Opernhaus von Leipzig (1885), am Hoftheater von Stuttgart (dort seit 1889 sehr oft aufgetreten), am Stadttheater von Zürich (1900), an der Berliner Kroll-Oper (1888) und am Opernhaus von Köln (1905). Bei den Bayreuther Festspielen von 1892 sang er den Beckmesser in den »Meistersingern«, seit 1896 mehrmals den Alberich im Nibelungenring: Er gastierte an der Covent Garden Oper in London, in Brüssel und Amsterdam und bei den Festspielen von Wiesbaden. Er starb plötzlich nach einer fieberhaften Grippe-Erkrankung.

Entgegen früheren Annahmen existieren von dem Bassisten der Berliner Hofoper Carl Nebe vermutlich überhaupt keine Schallplatten. Sämtliche unter dem Namen Carl Nebe besungenen Platten oder Zylinder stammen von dem gleichnamigen Bassisten Carl Nebe (* 1868), der in Colmar, Metz, Düsseldorf und Kassel engagiert war, hauptsächlich aber als Konzertsänger auftrat. Er gründete um 1908 das Nebe-Quartett, das aus August Bockmann (1. Tenor), Max Kuttner (2. Tenor), Reinhold Niemeier (Bariton) und ihm als Bassisten bestand. Von diesem Sänger (und dem Nebe-Quartett) sind zahllose Schallplattenaufnahmen auf folgenden Marken vorhanden: Zonophone (Berlin, 1901, 1904-06), G & T (Berlin, 1903-05), Columbia (Berlin, 1904), Favorit (Berlin, 1905-06), Odeon (Berlin, 1905), Homochord, Kalliope, Janus, Parlophon, Polyphon, Star, Pathé, Arti-Homochord und Edison-Zylinder. Einige Zonophone-Platten sind unter dem Namen Karl Rapp erschienen, einige Edison-Zylinder unter dem Namen Karl Hoffmann.

[Nachtrag] Nebe, Carl; 1897 nahm er am Hoftheater Karlsruhe an der (posthumen) Uraufführung von Franz Schuberts Oper »Fierrabras« teil.

[Lexikon: Nebe, Carl. Kutsch/Riemens: Sängerlexikon, S. 17499 (vgl. Sängerlex. Bd. 4, S. 2494 ff.) (c) Verlag K.G. Saur]


Ganz am Ende seien noch die Vorschau auf die zweite Ausgabe mit Mitgliedern des Berliner Schauspielhauses (von der ich nicht weiß, ob sie tatsächlich erschienen ist) und eine interessante Werbung wiedergegeben.


Vorschau auf die zweite Lieferung mit Bildnissen von Berliner Schauspielern

Werbung

Bei der Anzeige in der Mappe handelt es sich um Werbung für Heimtrainer zum Abnehmen. Ähnliche Geräte gibt es heute noch wie vor 108 Jahren. Interessant ist, das das Gedicht zu "Bender auf dem Reitapparat Velotrab" eine Berliner Revue zitiert, die sehr erfolgreich war und im Jahre 1906 uraufgeführte wurde: "Und der Teufel lacht dazu" des Librettisten und Hausdichters des Berliner "Metropol" Julius Freund (1862-1914).